Genechnik
Website zum Film:
http://www.gekauftewahrheit.de/
GENTECHNIK IM MAGNETFELD DES GELDES - Als in den 90er-Jahren der Agrar-Mulit Monsanto genmanipulierte Pflanzen auf den Markt brachten, sahen viele eine landwirtschaftliche Revolution und das Ende des Welthungers. Für andere bedeuteten diese Pflanzen unwiederbringliche Zerstörung der biologischen Vielfalt auf unserem Planeten. Spannend wie ein politischer Thriller erzählt dieser vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilm von Gentechnik und Meinungsfreiheit, von Geheimhaltung, Gefahr und Mut.
Zwei führende Molekularbiologen in Schottland und Kalifornien veröffentlichten kritische Forschungsergebnisse zu gentechnisch veränderter Nahrung. Sie haben danach ihre Arbeit verloren und wurden darüber hinaus persönlich ruiniert. Ihr Mut und ihr Verantwortungsgefühl der Öffentlichkeit gegenüber, die bereits jahrelang genmanipulierte Nahrung konsumiert, beeindrucken. Sie arbeiten in einem Bereich, in der 95% der Forscher von der Industrie bezahlt werden. Nur 5% der Forscher sind unabhängig. Die große Gefahr für Meinungsfreiheit und Demokratie ist offensichtlich.
Veranstaltung von Biostammtisch Andorf:
Montag, 7. Mai 2012
„Gekaufte Wahrheit – Gentechnik im Magnetfeld des Geldes“ heißt der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm von Bertram Verhaag, den wir uns im Kinocenter Raab ansehen. (Zandler Franz – 07763/2627)
Agrochemie Showdown?
Glyphosat, Hauptwirkstoff der meisten handelsüblichen Herbizide, ist ein Pflanzengift. Es vergiftet aber nicht nur Pflanzen, sondern schleichend auch Tiere und Menschen. An einer deutschen Universität wurden Urinproben der städtischen Bevölkerung auf Belastungen mit Glyphosat untersucht. Alle Proben wiesen erhebliche Konzentrationen des Herbizidwirkstoffes auf, sie lagen um das 5 bis 20fache über dem Grenzwert von Trinkwasser.
Die meisten Herbizide, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, aber auch zum Unterhalt von Gleisanlagen, städtischen Gehwegen, Straßenrändern und Kleingärten dienen, enthalten den Wirkstoff Glyphosat. Die bekanntesten Glyphosat-Herbizide sind die von Monsanto hergestellten Roundup-Produkte, doch seit Ablauf des Patentes werden sie auch von zahlreichen anderen Agrochemie-Konzernen wie Syngenta, Bayer, Nufarm oder DowAgro Science hergestellt und vertrieben. Die Hälfte der rund 800 000 Tonnen Glyphosat, die jedes Jahr weltweit produziert werden, kommen mittlerweile aus China.
Das 1950 in der Schweiz entwickelte und 1970 von Monsanto synthetisierte Glyphosat greift sehr stark in den Stoffwechsel von Pflanzen ein und verhindert die Bildung lebenswichtiger Aminosäuren. Glyphosat ist ein systemisch wirkendes Breitband-Gift gegen fast alle grünen Pflanzen. In Abhängigkeit von der Stoffwechselintensität sterben behandelte Pflanzen innerhalb weniger Tage vollständig ab.
Durch gentechnische Veränderungen wurden von Monsanto, Bayer und anderen Firmen Pflanzen entwickelt, die resistent gegen Glyphosat sind. So können Plantagen mit genmodifizierten Mais, Soja oder Raps mit Glyphosat abgespritzt werden, um Unkraut zwischen den Kulturpflanzen zu vernichten. Durch diese Methode bleiben jedoch Glyphosat-Rückstände auf dem Erntegut zurück und gelangen in die Nahrungskette von Tier und Mensch (siehe auch: WDR-Reportage “Gentechnik & Roundup”)
Glyphosat im Urin von Mensch und Tier
Monsanto wirbt weiterhin mit der hohen Umweltverträglichkeit von Roundup-Produkten und behauptet, dass diese weder für Tier noch Mensch giftig wären. Umweltschützer, Tierärzte, Humanmediziner und Wissenschaftler warnen jedoch zunehmend vor den Gefahren von Glyphosat in der tierischen und menschlichen Nahrungskette sowie in der Umwelt. Äußerst bedenklich ist, dass Glyphosat inzwischen auch im Körper von Tieren und Menschen nachgewiesen wird. Auf der Suche nach den Ursachen für schwere Erkrankungen ganzer Tierbestände in Norddeutschland, insbesondere bei Rindern, wurde wiederholt Glyphosat in Urin, Kot, Milch und Futtermitteln der Tiere festgestellt. Alarmierend war, dass auch bei den betroffenen Landwirten Glyphosat im Urin nachgewiesen wurde.
Belastungen im menschlichen Urin
Um abzuklären, ob Glyophosatbelastungen nur bei Personen mit direktem Kontakt zu kontaminierten Futtermitteln oder Glyphosat-Präparaten nachzuweisen sind, oder ob auch andere Bevölkerungsgruppen einer Gefährdung unterliegen, wurden Angestellte, Journalisten und Anwälte aus Berlin untersucht(*), die keinen Umgang mit Glyphosat-Präparaten hatten. In allen Urinproben dieser Personengruppen wurde im Dezember 2011 Glyphosat nachgewiesen. Die Werte schwankten von 0,5 bis 2 ng Glyphosat pro ml Urin (Trinkwassergrenzwert: 0,1 ng/ml). Keiner von den Untersuchten hatte direkten Kontakt mit der Landwirtschaft.
Hier ein interessanter Link dazu: http://www.ithaka-journal.net/herbizide-im-urin
von Ithaka 14.2.2012
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Kein Gen-Impfstoff für Tiere! Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,
Der zum US-amerikanischen Merck Konzern gehörende Pharmahersteller Intervet plant einen dreijährigen Großversuch mit insgesamt 240 Fohlen und 240 Stuten. Der Impfstoff soll die Tiere gegen eine Erkrankung durch das Bakterium Rhodococcus equi immunisieren. Tatsächlich wird damit die Ausweitung der Massentierhaltung durch Genmanipulation verschleiert. Eingesetzt würde der fertige Impfstoff später in Zuchtfabriken, in denen mehrere tausend Pferde auf engstem Raum gehalten werden. Massentierhaltung ohne Ansteckungsgefahr, mit Genmanipulation soll es möglich werden. Denn bei artgerechter Tierhaltung stellt die Erkrankung nur eine sehr geringe Bedrohung dar.
Viele Tierhalter wissen nicht, dass ihre Lieblinge jetzt schon mit genmanipulierten Lebend-Impfstoffen behandelt werden. Es gibt weder eine Kennzeichnungspflicht der Medikamente
noch eine Informationspflicht durch den Tierarzt. Senden Sie eine E-Mail an Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner undGesundheitsminister Daniel Bahr und fordern Sie:
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25.1.2012
Sieg im Honig-Urteil des Europäischen Gerichtshofs
Gute Nachricht für Verbraucher, Landwirte und Imker! Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in seinem Urteil vom 6.9.11 dem Augsburger
Imker Bablok Recht gegeben. Dieser hatte Pollen des genmanipulierten Mais MON 810 in seinemHonig gefunden und
geklagt.
Der Europäische Gerichtshof hat klare Regeln festgelegt:
- Honig mit Pollen von Genpflanzen, die keine EU-Zulassung als Lebensmittelhaben, darf nicht mehr verkauft werden. Auch kleinste Verunreinigungen sind unzulässig.
- Honig muss als "gentechnisch verändert" gekennzeichnet werden, wenn er mehr als 0,9 Prozent zugelassene Genpflanzen enthält.
- Ab sofort gilt das Verursacherprinzip: Für Spuren von Genpflanzen im Honig kann der Imker Schadenersatz vom Landwirt verlangen.
- EU-Länder, und damit auch die Bundesregierung, haben für den Schutz der Imker zu sorgen. So könnten zum Beispiel die Abstände zwischen Gen-Feldernund Bienenstöcken von 150 bzw. 300 Meter auf mindestens fünf Kilometervergrößert werden, da Bienen so weit zur Nahrungssuche fliegen.
Das Urteil ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung:
Endlich wird dem Schutz von Mensch und Umwelt Vorrang vor den Lobbyinteressen der Agrarmultis gegeben! Mehr Infos
Josef at his best- die Themen klar, die Bereiche weiter gefasst, die Namen genannt und die spirituellen Zusammenhänge aufgezeigt- hier zum Herunterladen!
Kanzelrede Wiehl.pdf
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Der Anfang vom Ende der Agrogentechnik
Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,
liebe Erde&Saat Bäuerinnen und Bauern,
der Weg ist frei:
Das EU-Parlament stimmte am Dienstag einem Gesetzesvorschlag zu, demnach dieEU-Staaten gentechnisch manipulierte Pflanzen verbieten können sollen. Der
umfangreiche Protest vieler Verbraucherinnen und Verbraucher für einegentechnikfreie Landwirtschaft in Deutschland und Europa hat zu einem Etappensieg geführt. Der
ursprüngliche Plan nationale Anbauverbote umzusetzen, war eine Mogelpackung, die lediglich die Zulassung neuer Genpflanzen in Europa erleichtern sollte. Viele tausend Menschen haben sich an
unserer Protestaktion „Gentechnik-Durchmarsch stoppen“ beteiligt und Nachbesserungen gefordert.
Abgestimmt haben die Abgeordneten nun über einen Entwurf mit wesentlichen Änderungen: Zur Durchsetzung nationaler Anbauverbote können künftig auch Umweltschutzgründe,
volkswirtschaftliche Kosten (sozioökonomische Gründe) und wissenschaftliche Unsicherheiten angeführt werden. Gleichzeitig hat das Parlament die Einführung strikter
Haftungsregeln gefordert. Landwirte dürfen nicht länger die Zeche zahlen, obwohl sie den Genpflanzen-Anbau ablehnen.
Die Mehrheit der Bäuerinnen und Bauern sowie der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland und Europa wollen keine Gentechnik auf ihren Äckern und Tellern. Jetzt ist Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner gefragt. Denn die Mitgliedstaaten müssen dem Beschluss noch zustimmen und Deutschland hat die Chance in die richtige Richtung zu weisen. Eine gute Gelegenheit für Ministerin Aigner, die Anti-Gentechnik-Position der CSU ihren Wählerinnen und Wählern auch einmal öffentlich zu demonstrieren.
Gentech-Gift im Blut von Babys nachgewiesen!
Eine neue Studie von Aziz Aris und Samuel Leblanc aus Kanada weist das Vorkommen eines Giftstoffs aus Gentechnik-Pflanzen im menschlichen Blut nach. Die Theorie, das Gentechnik-Gift würde im menschlichen Verdauungstrakt zersetzt, ist somit widerlegt. Gesundheitsrisiken beim Verzehr des Toxins wurden wissenschaftlich nachgewiesen.
Das BT-Gift stammt aus dem Bakterium Bacillus thuringiensis und wirkt gegen bestimmte Insekten. Das Gift produzierende Eiweiß Cry1AB ist bei Gentechnik-Pflanzen wie Mais, Soja und Baumwolle im Genom eingebaut und gelangt über die Nahrungskette in den Körper. Bei den in der Studie untersuchten Frauen und Föten (!) wurde Cry1AB im Blut nachgewiesen. Dass die Frauen mit dem Gift gearbeitet haben, konnte in der Studie ausgeschlossen werden.
Damit ist die Behauptung der Gentechnik-Konzerne, dass sich Gentechnik-Gift im Magen der Nutztiere zur Gänze abbaut, widerlegt. Und auch in Österreich gelangen diese Gifte über das importierte Gentechnik-Futter noch bei 70 bis 80 % aller Fleischwaren von Hühnern, Schweinen und Rindern auf unseren Teller!
http://www.aargauerzeitung.ch/unterhaltung/gentech-gift-im-blut-von-babys-nachgewiesen-108916092
Auch Ursache für EHEC-Blutdurchfälle?
Da Gentechnik-Gifte schon öfter bei Menschen und Tieren schwere Durchfälle mit zum Teil tödlichen Folgen ausgelöst haben, liegt der Gedanke nahe, dass nicht ein plötzlich “wildgewordenes” Bakterium die EHEC-Epidemie ausgelöst hat, sondern Gentechnik-Gifte in importierten Nahrungs- und/oder Futtermitteln. Die Kühe des Gentechnik-Bauern Gottfried Glöckner z. B. sind nach eineinhalb Jahren Genfraß an schweren klebrigen Durchfällen und Euterentzündungen erkrankt und schließlich elendiglich verreckt. Mehr dazu im Anhang und bei
http://www.google.de/search?q=Gottfreid+gl%C3%B6ckner
In Anbetracht diese neuen Fakten ist es wie ein Schlag ins Gesicht, dass die Gentechnik-Lobby gerade versucht, ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu erwirken, das alle nationalen Anbauverbote für gentechnisch manipuliertes Saatgut aufheben soll!
Diesem Ansinnen müssen wir entschieden entgegentreten und gleichzeitig fordern, dass endlich ein
Staatliches Gütezeichen für gentechnikfreie Lebensmittel
eingeführt wird. Denn nur so hätten WIR Konsumenten endlich die Wahl zwischen den Fleischwaren der wachsenden Zahl heimischer Bauern, die schon gentechnikfrei füttern und jenen, die immer noch Genfraß verwenden. Derzeit kann sich ein einfacher Arbeiter nur deshalb nicht gentechnikfrei ernähren, weil die Agrarindustrie weiterhin im Dunkeln munkeln will und deshalb das seit eineinhalb Jahren fertige Gütezeichengesetz blockiert. Doch damit muss jetzt Schluss sein: Wir brauchen endlich ein staatliches Gütezeichen “gentechnikfrei!”
Gentechnikfrei erzeugt http://www.arge-gentechnikfrei.at/
Kary Nowak
BIONIERE Österreichs
Mobil 0699 1303 3030
www.bioniere.org
Artikel von Volker Helldorff
Durchfall, EHEC und Gentechnik.pdf
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Genrüben-Freisetzung genehmigt
Trotz des Protests von knapp 20.000 Bürgerinnen und Bürgern, die an unserer Protestmail-Aktion teilgenommen haben, hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
ein Freilandexperiment mit genmanipulierten Zuckerrüben in Ostdeutschland genehmigt. Monsanto darf die transgenen Pflanzen nun in Nienburg/Saale (Sachsen-Anhalt) und
weiteren Standorten anbauen. Wir sehen in der Freisetzung ein unnötiges Risiko, das die Interessen der Industrie vor den Verbraucherschutz stellt.
Pressemitteilung: Unnötige Genrüben-Freisetzung genehmigt
Prof. Don Huber
Wissenschafter schlägt Alarm:
„US-Landwirtschaft droht Kollaps“
Eine drastische Warnung vor den katastrophalen Folgen der Gentechnik kommt nun aus dem „Mutterland“ dieser Risikotechnologie: Der renommierte US-amerikanische Forscher Don Huber warnt vor einem „Kollaps der landwirtschaftlichen Infrastruktur“. Schuld sei ein krankmachender, völlig neuer Organismus, der u.a. große Ernteausfälle bei Gensoja und Genmais verursachte. Bei der Verfütterung dieser Pflanzen sei es zu Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten von Tieren gekommen. Generell steht das vielfach im Zusammenhang mit der Gentechnik eingesetzte Totalpflanzengift Glyphosat bzw. Produkte wie Roundup® im Mittelpunkt des Interesses. Die Zulassung neuer Gentechnik-Pflanzen sollte weitgehend sofort gestoppt werden, fordert Huber.
Huber schrieb zwei Briefe: Lesen Sie die deutsche Übersetzung des Briefes von Ende März 2011 an die - Gentechnik befürwortenden - EU-Verantwortlichen und Hubers ersten Brief an US-Landwirtschaftsminister - und natürlich ebenso glühenden Gentechnik-Befürworter - Tom Vilsack von Mitte Jänner 2011. Was soll noch alles passieren, bis in Österreich und überall anders ein Gentechnik-Verbot beschlossen wird?
Gentechnik - ein super Geschäft
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Die Macht der Pharmaindustrie ist enorm und wächst ständig weiter. Sozusagen von der "Wiege bis zur Bare" macht diese gigantische Industrie ihre Geschäfte. Auch die Kontrolle der Nahrungskette ist ein eigentlich schon erreichtes Ziel dieser Unternehmen. Hier ein kleiner Ausschnitt. Und am Ende des Artikels noch ein dazu passendes Gedicht.
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Gentechnik nennt man ja jetzt Biotechnologie
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Kontrolle der Nahrungskette - Die Terminator-Technologie.
Die "Terminator-Technologie" war eine logische Geschäftsidee. Statt Anwälte dafür zu bezahlen, dass sie Bauern verklagen, wenn diese patentiertes Saatgut aus der letzten Ernte zurückbehalten und wieder aussäen ("nachbauen", vgl. letztes Kapitel), konnte man das Saatgut auch genetisch so programmieren, dass es gewissermaßen Selbstmord beging. Dadurch fielen die Erträge zwar etwas geringer aus, und man verbesserte auch nicht unbedingt die Fähigkeiten der Menschheit im Bereich der Pflanzenzucht, aber Monsantos Freunde im United States Department of Agriculture (USDA), dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium, halfen gerne. Wir wollen sie hier zitieren:
Monsanto: "Die Terminator-Technologie wird wichtige weltweite Saatgutmärkte, wo heute das Saatgut noch aus der letzten Ernte abgezweigt und im nächsten Jahr ausgesät wird, für den Verkauf transgener Produkte öffnen."
Willard Phelps, Sprecher der US-Regierung: "Die wichtigste Funktion der Terminator-Technologie besteht darin, den Wert des patentierten Saatguts im Besitz der US-Saatgutfirmen zu erhöhen und neue Märkte in Ländern der Zweiten und Dritten Welt zu eröffnen."
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Melvin J. Oliver, USDA-Wissenschaftler und an kein Unternehmen gebunden, erklärt: "Unsere Mission besteht darin, die US-Landwirtschaft zu schützen und uns angesichts der internationalen Konkurrenz wettbewerbsfähig zu machen. Und es gibt keine andere Möglichkeit, patentiertes Saatgut zu schützen."
Nachdem die Pläne weltweit für massiven Ärger gesorgt haben, hat sich Monsanto zunächst bereit erklärt, die Markteinführung des Terminator-Saatguts zu verschieben, bis weitere Untersuchungen über die ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen abgeschlossen wären. Widerwillig haben sie zugegeben, dass "wir ein gewisses Maß an öffentlicher Akzeptanz für unsere Geschäfte brauchen." Dennoch wurde an der Weiterentwicklung gearbeitet und man sicherte sich in vielen Ländern die Patente.
Andere Firmen stellen das Wohl der Pflanzen zugunsten kommerzieller Vorteile ebenfalls auf den Kopf:
AstaZeneca (inzwischen mit Novartis zur Syngenta verschmolzen) entwickelt Saatgut, das erst aufgeht, wenn es mit den firmeneigenen Chemikalien behandelt wird.
Novartis (Syngenta) entwickelt sogar Pflanzen, deren natürliche Resistenzen gegen Viren und Bakterien beseitigt wurden.
Pflanzen, die steril sind, Pflanzen, die ohne Chemikalien sterben, Pflanzen, die keine Widerstandskraft gegen Krankheiten haben – sie gehören zu den Errungenschaften der
Biotechnologie-Konzerne. Und die Firmen behaupten, Patente auf Leben seien notwendig, damit ein Unternehmen in diese Forschung investieren könne.
Aber das ist noch nicht alles. Kontrolle über die menschlichen Nahrungsquellen ist nur ein Teil von Monsantos Ambitionen. Um Bob Shapiro, bis zum Aufkauf durch Pharmacia Upjohn Ende 2000 Vorstandsvorsitzender von Monsanto, zu zitieren: "Es ist wirklich ganz einfach, jede Menge Geld mit den menschlichen Grundbedürfnissen zu verdienen: Nahrung, Obdach, Kleidung."
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Auch mit Wasser lassen sich gute Geschäfte machen !
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"Was Sie hier sehen", sagte Robert Farley von Monsanto 1998, nachdem er die Übernahme von Saatgutfirmen aus aller Welt beschrieben hatte, "ist nicht nur eine Konsolidierung von Saatgutfirmen, sondern wirklich eine Konsolidierung der gesamten Nahrungskette. Da Wasser für die Nahrungsmittelproduktion ebenso zentral ist wie Saatgut, versucht Monsanto jetzt, das Wasser unter Kontrolle zu bekommen. Wir planen, einen neuen Geschäftszweig mit Wasser aufzubauen, zunächst in Indien und Mexiko, weil in diesen beiden Ländern das Wasser knapp wird. Das sind die wichtigsten Märkte für uns als Life-Science-Unternehmen, das der Welt Nahrung, Gesundheit und Hoffnung geben will. Dort liegen unsere Chancen, gute Geschäfte zu machen."
Aus einem Monsanto-Strategie-Papier: "Wir sind begeistert über das Potential einer Partnerschaft mit der Weltbank in Joint-Vénture-Projekten auf sich entwickelnden Märkten. Die Bank hat großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit Monsanto."
Viele Inder interpretieren das so, dass Monsanto oder seine Nachfolgeunternehmen die lebenswichtigen Ressourcen auf dem indischen Subkontinent unter ihre Kontrolle bringen wollen und dabei ihre Investitionen aus öffentlichen Mitteln (der Weltbank) finanzieren. Die indische Landwirtschaft wäre dann abhängig von der Gnade eines privaten Unternehmens, das lediglich Profitinteressen verfolgt.
Im Jahre 2025 wird Indien mehr Wasser brauchen, als dann auf dem Subkontinent zur Verfügung steht. Die Krise wird sogar noch größer werden, wenn die Gletscher im Himalaya, die im Sommer den Indus und den Ganges speisen, weiter abschmelzen. Es gibt Prognosen, die davon ausgehen, dass diese Gletscher in 35 Jahren verschwunden sein werden. Der Grundwasserspiegel in den meisten indischen Staaten fällt um 1 Meter pro Jahr. Wasserversorgungsunternehmen werden mehr an der Industrie als an armen Bauern und der durstigen Landbevölkerung interessiert sein.
Literaturtips: Beatrix Tappeser: Welternährung und Gentechnologie. Praxis und ethische Beurteilung, Wichern, Berlin 1998
Michael Emmerich: Im Zeitalter
der Bio-Macht. 25 Jahre Gentechnik – Eine kritische Bilanz, Mabuse/PRO, Frankfurt 1999
Bioverband Erde & Saat




im Frühjahr
2012 soll in Deutschland die Freisetzung eines genmanipulierten bakteriellen Lebend-Impfstoffes für Pferde stattfinden.


