Für die Ackerbauern
SONNENTOR Anbaubesprechung 2012
Rund hundert interessierte Bio-Bauern fanden sich am 1. März wieder zur traditionellen Anbaubesprechung bei SONNENTOR in Sprögnitz ein, um frühzeitig in die Anbauplanung für das Jahr 2012 zu gehen. SONNENTOR Geschäftsführer Johannes Gutmann erklärte den Sinn der jährlichen Zusammenkunft anlässlich des Saisonstarts: „Wir wollen damit schon frühzeitig die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Erntejahr schaffen und gleichzeitig und die persönliche Partnerschaft mit unseren Bio-Bauern pflegen. Nur so kann unsere Zusammenarbeit langfristig und gut funktionieren.“ Für innovative, unternehmerisch denkende Bio-Bauern gibt es bei SONNENTOR noch Kapazitäten. Vor allem im Bereich Bio-Blaumohn, Bio-Graumohn und Blattkräuter besteht Bedarf.
Der Kräuteranbau ist eine alternative Landwirtschaftsform mit Zukunft. Franz Kuderer, Mitglied der Einkaufsmannschaft erklärt: „Als direkter Ansprechpartner für die SONNENTOR Bio-Bauern, werde ich mir auch 2012 wieder einerseits vor Ort ein Bild vom Kräuteranbau machen und andererseits den Bauern mit Rat und Tat zur Seite stehen.“ Johannes Gutmann fügte hinzu: „Wo wächst es? Und wie wächst es? Diese Fragen werden immer häufiger gestellt – durch den engen Kontakt zu unseren Partnern können wir diese Fragen sehr genau beantworten.“
Viele junge Bio-Bauern fanden den Weg nach Sprögnitz – die Basis für eine sonnige Zukunft ist somit gelegt. „Die jährliche Anbaubesprechung bei SONNENTOR ist nicht nur wichtig für die Anbauplanung“, erklärt Josef Perger, Bio-Bauer aus Bruck/Leitha und Träger der goldenen Sichel 2012. „Sie ist eine tolle Gelegenheit, um sich mit Kollegen auszutauschen und unglaublich motivierend. Es ist schön für SONNENTOR zu arbeiten, aber noch schöner ist es, mit SONNENTOR zu arbeiten.“, so sein Resümee.
Sonnige Entwicklung
Während 1990 noch fünf Bauern eine Tonne Kräuter erwirtschafteten, sind es heute rund 150 Bio-Bauern, die auf einer Anbaufläche von 150 ha Blattkräuter wie Pfefferminze oder Thymian und auf einer Fläche von 340 ha Körnergewürze wie Fenchel oder Kümmel
anbauen. „Als ich 1988 mit drei Partnern startete, hätte ich mir nie träumen lassen, dass wir so viele Arbeitsplätze schaffen und langfristig sichern. Heute ist es unser erklärtes Ziel, Bio-Anbau in kleinstrukturierten, bäuerlichen Familienbetrieben zu sichern, damit die Wertschöpfung dort bleib, wo sie hingehört“, erklärt Johannes Gutmann. Um während des Jahres eine reibungslose Zusammenarbeit zu garantieren, lädt Sonnentor seine Partner alljährlich zur Anbaubesprechung nach Sprögnitz ein.
Über SONNENTOR:
Die SonnentorKräuterhandels GmbH wurde 1988 von Johannes Gutmann im Waldviertel gegründet. Ausgangsidee war, bäuerliche Bio-Spezialitäten wie Tee- und Gewürzkräuter, zuckerfreie Fruchtaufstriche, Geschenkartikel und vieles mehr zu sammelnund unter dem Logo der lachenden Sonneüberregional und international zu vermarkten.
Heute hat das Unternehmen mit Sitz in Sprögnitz bei Zwettl 170 Mitarbeiter in Österreich, 70 in Tschechien und exportiert seine Produkte in über 50 Länder weltweit. Derzeit gehören mehr als 150 österreichische Bauern zur SonnentorFamilie. Im letzten Geschäftsjahr 2010/2011 konnte ein Umsatz von rund 23,3 Mio. Euro erzielt werden. Wesentliche Merkmale der Geschäftsidee sind die weitgehende Veredelung der Produkte direkt am Bio-Bauernhof, Nachhaltigkeit und die Erhaltung der Identität des Produzenten, um möglichst viel Transparenz für den Kunden zu erreichen.
Weitere Informationen zu den SonnentorProdukten unter www.sonnentor.com
Rückfragehinweis:
ACCEDO Austria GmbH SONNENTOR KRäuterhandelsgesellschaft mbH
Franziska Philipp Manuela Seebacher
Tel.: 01 / 533 87 00 – 31 02875/ 7256 – 0
Email: franziska.philipp@sonnentor.at Email: manuela.seebacher@sonnentor.at
Neu bei Fütterung
Achtung Änderung hinsichtlich 100% Fütterung
Verlängerung der bisherigen Fütterungsregelung für Monogastrier
In den vergangenen Monaten herrschte große Unsicherheit, wie es mit der Fütterung der Monogastrier ab Jahresbeginn 2012 weitergeht.
Soeben wurde in einem Erlass des Bundesministeriums für Gesundheit mitgeteilt, dass auch nach dem 1.1.2012 an Bio-Schweine und Bio-Geflügel Futtermittel aus konventioneller Landwirtschaft im Ausmaß von maximal 5 % verabreicht werden dürfen.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, wie lange diese Verlängerung gelten wird. Voraussichtlich wird Ende März 2012 in Brüssel eine Verordnung erlassen, in der – soweit aus derzeitiger Sicht absehbar ist – eine ausreichende Übergangsfrist für die Anpassung zur 100 % Bio-Fütterung gewährt wird.
Bei dieser Verlängerung handelt es sich um eine gesetzliche Regelung. Falls Ihr Schweine-, Geflügel- oder Eiervermarkter höhere Anforderungen an die Fütterung stellt, gelten natürlich diese.
Lichtkornroggen als Open-Source-Erhaltungssorte zugelassen
Ende September wurde endlich die Sorte Lichtkornroggen der Getreidezüchtungsforschung Darzau vom Bundessortenamt in der Kategorie der Erhaltungssorten mit der Kenn-Nummer RW1148 zugelassen. Damit kann Saatgut dieser Sorte nun offiziell erzeugt und in Verkehr gebracht werden. Dies ist insofern bemerkenswert, weil es sich dabei um die erste Open-Source-Roggensorte handelt, denn als Populations- und Erhaltungssorte verfügt sie über eine größere sorteneigene Vielfalt als die üblichen Handelssorten und ist zugleich Gemeingut. Sie kann also ohne Behinderung von Landwirten im eigenen Betrieb nachgebaut werden. Allerdings darf der Name nur dann verwendet werden, wenn die charakteristischen Merkmale, wie 90% helle Körner im Erntegut und ausgeprägter Bezug zu lichtätherischen Qualitäten in der Bildekräftebeurteilung vorhanden sind, sowie eine ökologisch zertifizierte Herkunft nachgewiesen werden kann. Da Lichtkornroggen in Darzau nach der klassischen Methode der Mutterstammbaumselektion erhaltungszüchterisch unter offener Bestäubung weiter bearbeitet wird, unterliegt diese Sorte auch weiterhin einem sukzessiven Wandel und ist damit eigentlich nie „fertig“. In bundesweiten Öko-Sortenversuchen findet sie sich ertraglich bereits auf dem Niveau der konventionell gezüchteten Populationssorten, hat aber eine bessere Beikrautbeschattungsfähigkeit und verfügt über ein starkes und glänzendes Stroh neben wunderschönen Ähren. Nunmehr wird es an Landwirten, Müllern und Bäckern liegen, ob sie diese Innovation aus biologisch-dynamischer Züchtung auf breiter Basis bis zum Verbraucher bringen. Mehr unter www.lichtkornroggen.de
BIO AUSTRIA Pressemitteilung, 01.08.2011
BIO AUSTRIA erhebt angemessene Preise für Futtergetreidehandel von Bauer zu Bauer
Utl.: Mehr Stabilität im gesamten Bio-Markt wünschenswert
Wien – Der Vorstand von BIO AUSTRIA hat im Auftrag seiner Mitgliedsbetriebe gemeinsam mit Vertretern von Ackerbauern und Veredlern Erhebungen über ein jedenfalls angemessenes Preisband für den Futtergetreidehandel angestellt, das als maßgeblicher Anhaltspunkt für den Handel von Futtergetreide von Bauer zu Bauer dienen kann. Dabei handelt es sich um eine rechtlich unverbindliche Orientierungshilfe zur leichteren Einschätzung des Marktes. Ziel dieser Erhebung ist es, langfristig mehr Stabilität und weniger Volatilität im gesamten Bio-Markt zu erreichen. Deshalb kann es sein, dass diese erhobenen Preise nicht unbedingt die tagesaktuelle Markttendenz widerspiegeln, sondern Trends abzuleiten sind.
Bei den Erhebungen wurde berücksichtigt, dass langfristig sowohl Lieferanten als auch Kunden von Futtergetreide und Futtermitteln unter Berücksichtigung ihrer Vollkosten einen entsprechenden Erlös für ihre Ware erzielen müssen, andernfalls wird eine kontinuierliche und gedeihliche Weiterentwicklung der einzelnen Produktionssparten nicht möglich sein.
Derzeit wurden für die Futtermittellieferungen folgende rechtlich unverbindliche Richtpreise als angemessen im Vertriebsweg zwischen Bauern erkannt (folgende Annahmen liegen zugrunde: von Bauer zu Bauer, ohne Berücksichtigung von Transportkosten, gerechnet für 25t, exkl., ohne Aspiration, ab Station, Handelsusancen der Wiener Börse, feldfallend mit 2% Besatz, 14% Feuchte, alles darüber hinaus wird in Abzug gebracht):
Bio-Futtergerste: 255,-
Bio-Futterweizen: 240,-
Bio-Futtertritikale: 230,-
Bio-Futterroggen: 220,-
Bio-Futterhafer: 220,-
Bio-Futtererbse: 325,-
Bio-Platterbse: 325,-
Bio-Ackerbohne: 325,-
BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch dazu: „Die Ermittlung jedenfalls angemessener Preise kann als Meilenstein in der Bio-Landwirtschaft angesehen werden. Erstmals haben wir die Marktlage ganz genau sondiert und uns mit fachkundiger Unterstützung einen Überblick über die Preisbildung verschafft, woraus wir aus unserer Sicht faire und angemessene Preise ableiten konnten.“ (Schluss)
Achtung Mähdrescherfahrer
Mähdreschereinstellung für Dinkel-Drusch
Dinkelverarbeiter haben oft Probleme mit schlecht gedroschenem Dinkel.
Die Ursachen sind:
– Zu viele Strohanteile
– Ganze Ähren
– Bruchkörner
Die Ursachen für zu hohen Strohanteil ist eine schlechte Sieb-und Windeinstellung
– Siebgröße 12 mm Rundlochsieb
– Windstärke ca. wie bei Hafer
– bei verstellbaren Sieben ist die Einstellung zwischen Hafer und Erbse zu wählen
Wenn ganze Ähren im Erntegut sind, muss der Korbabstand verkleinert werden.
Wenn zu viele Körner bereits aus der Schale sind , ist der Korbabstand zu
vergrößern.
Bruch ensteht bei zu hoher Trommeldrehzahl.
Gegen den Bruch nur den Druschkorbabstand vergrößern hat keinen Erfolg.
-Die richtige Drehzahl liegt zwischen 750 und 800 U/min
Dinkel soll am Übergang von der Teigreife zur Todreife gedroschen werden.
Besser ist den Dinkel etwas nachzutrocknen, da ansonsten die Farbe verloren geht.
Wer drauf achten kann, soll nicht vom Hafer, von der Gerste oder vom
Roggenfeld in den Dinkel fahren, da diese Körner schlecht wieder rauszu-
reinigen sind.
Der von Bioprodukte Pinczker erworbene Getreidespeicher mit einer Kapazität von 5000 Tonnen wurde innerhalb kürzester Zeit revitalisiert. Die
bevorstehende Kapazitätserweiterung auf 13.000 Tonnen soll der österreichischen Biolandwirtschaft in vollem Ausmaß bereits zur Ernte 2012 zur Verfügung stehen. (Bild: Getreidesilo
der Fa. Bioprodukte Pinczker im Endausbau. 12.500 Tonnen und 60 Silozellen)
Die Kapazität von 13.000 Tonnen im Endausbau trägt dem gestiegenen Flächenwachstum bei Bio Rechnung. Die Struktur von rund 60 Silozellen dient einer bewusst
differenzierten Trennung, Lagerung und Vermarktung nach Qualitäten, Sorten, spezifischen Eigenschaften und Regionen. Viele der Lagerstellen können aufgrund des Mengenzuwachses an Biogetreide
und dadurch hervorgerufenen Kapazitätsproblemen bei ertragsstarken Ernten – speziell während der Erntesaison – den hohen Qualitätsanforderungen nur mehr schwer gerecht werden. Eine
saisonübergreifende Lagerung, speziell bei Überangebot, ist dringend erforderlich - so die Überlegungen im Hause Pinczker sich an dieses Projekt heranzuwagen.
Der geplante Silo dient hierbei auch als Steuerungselement, um ertragsstarke und somit meist qualitätsschwache Saisonen abzufedern. Gleichbleibende Qualitäten für die
Abnehmer können über einen langen Zeitraum hinweg garantiert und ertragsstarke Ernten auch kapazitätsmäßig abgewickelt werden. Da sich der österreichische Bio Getreidemarkt zu einem Gutteil
als Überschuss- und Exportmarkt zeigt, kommt dem Standort ebenfalls eine erhöhte Bedeutung zu. Dem Hafen Albern bietet sich eine äußerst günstige Verkehrslage. Die Umschlagsmöglichkeit auf
Schiff und Bahn sowie der direkte Zugang über die Autobahn sorgen für einen optimalen und raschen Übergang von einem Transportsystem zum anderen.
Bioverband Erde & Saat



