Herzlich Willkommen beim Bioverband Erde & Saat

"Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt von morgen aussieht."

Marie von Ebner- Eschenbach

Jahreshauptversammlung

 

100 % eigenständiger Bio-Verband – Änderungen für Erde & Saat Betriebe für 2017

 

Im Zuge der Vollversammlung am 28. Jänner 2017 wurde einstimmig beschlossen, dass Erde & Saat zukünftig wieder die Qualitätssicherung der Mitgliedsbetriebe mit eigenen Richtlinien selbstständig abwickelt und mit Bio Austria neue Verhandlungen über Kooperationen in der Vermarktung beginnt.

Die Erde & Saat Arbeitsweise (= Produktionsrichtlinien) befinden sich auf unserer Homepage unter „Unterlagen und Formulare“. Im Hinblick auf den Bio Austria Standard, der in den letzten Jahren auf unseren Betrieben kontrolliert wurde, wird es einige Änderungen geben. Die Details und Erklärungen dazu werden den Mitgliedern demnächst zugesendet, sowie in der Mitgliederzeitung präsentiert.

Aus derzeitiger Sicht können wir noch nicht sicher abschätzen, wie die Marktteilnehmer auf die neue Situation reagieren werden. Wir sind aber positiv gestimmt, dass wir eine gute Lösung für die Vermarktung finden und streben eine Zusammenarbeit mit allen Verbänden an.

Wir sind bemüht - trotz knapper Ressourcen - alles gut für die Kontrollsaison 2017 vorzubereiten. Wir bitten dich, uns auch weiterhin auf dem neuen Weg zu unterstützen und freuen uns, wenn wir neue Mitglieder bei uns begrüßen dürfen, die derzeit noch bei keinem Verband Mitglied sind und unsere Philosophie teilen.

Details folgen in den nächsten Wochen. Sollte es diverse Anliegen geben, würden wir uns freuen, wenn du uns diese per Mail schickst an kontakt@erde-saat.at

 

 

Mutterkuhprämie

 

Stellungnahme von Seiten des Bioverbandes Erde & Saat zur geplanten Streichung der Mutterkuhprämie.

 

Die geplante Streichung der Mutterkuhprämie ist ein direkter Angriff auf die Bio-Landwirtschaft und das benachteiligte Gebiet in Österreich. Die Folgen für Mensch, Tier und Umwelt sind fatal.

Österreichweit werden von 22.300 Betrieben 170.000 Mutterkühe gehalten, davon werden rund 80.700 Mutterkühe auf 10.560 Bio-Betrieben gehalten. Bei 21.000 Bio-Bauern österreichweit ist das jede/r zweite Bio-Bäuerin/-Bauer.

Ohne Mutterkuhprämie können wir kein Einkommen erzielen und müssen die Betriebe zusperren und verpachten. Somit ist das von der Politik gewünschte Wachsen und Weichen vorprogrammiert, um einer nachteiligen Intensivierung Platz zu machen. Trotz geplanter Angleichung der Prämien zwischen Acker und Grünland betrifft dies nur die Betriebe in den Gunstlagen. Extensive Gebiete mit Dauerweiden, Hutweiden und Almen erleiden durch AMA-Kontrollen noch härtere Einbußen, da die Bewertung der Flächen vom jeweiligen Kontrolleur/in abhängt.

Die Tierhaltung ist für eine gesunde Bio-Kreislaufwirtschaft im Ackerbau und Grünland unumgänglich. Der Mist ist ein natürlicher, langsam wirkender Dünger, welcher Humus aufbaut und das Bodenleben fördert.

Im Bio-Ackerbau wird vor allem Kleegras und Luzerne zum Bodenaufbau angebaut, welches über die Rinder verwertet wird und Dünger im Gegenzug retour in den Boden kommt.

Durch die Mutterkuhhaltung werden die extensiven Flächen als Weide genutzt und tragen wesentlich zur Offenhaltung unserer schönen Kulturlandschaft bei. Flächen für die Grünfutterproduktion werden beim Mutterkuhbetrieb später gemäht und wirken sich somit positiv auf die Biodiversität und Artenvielfalt aus. Ein Ziel, dass die Bio-Landwirtschaft verfolgt.

Mutterkühe schaffen für junge Hofübernehmer/innen eine mögliche Bewirtschaftungsform, die Betriebe der Eltern im Nebenerwerb weiterzuführen. Sperren diese Betriebe die Stalltüre zu, verlieren 3 weitere Leute im vor- und nachgelagerten Bereich ihren Arbeitsplatz. Dazu kommt noch, dass die Wirtschaft mit diesen Betrieben kein Geld mehr verdient.

Die Mutterkuhprämie ist in Relation eine geringe Entschädigung für die enorme Leistung, welche die Betriebe für die Gesellschaft, Umwelt, Klima, Tourismus und Wirtschaft bringen.

 

Wir bitten um Unterstützung der Mutterkuhbetriebe, die derzeit mit dem niedrigsten Einkommen auskommen müssen, um das Bioland Nr. 1 aufrechterhalten zu können.

Mutterkuh Österreich – Die Plattform der österreichischen Mutterkuhhalter

 

Die Mutterkuhbauern und -bäuerinnen in Österreich haben sich organisiert und haben Forderungen an die zukünftige GAP gestellt. Auf den folgenden Seiten lesen Sie mehr über aktuelle Entwicklungen rund um die Mutterkuhhaltung in Österreich: www.mutterkuh.org

  • Aktueller Stand der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) betreffend die Mutterkuhhaltung
  • Aktueller Stand im Bereich Ländliche Entwicklung 2014 - 2020 (LE2020) im Hinblick auf die Mutterkuhhaltung
  • Mögliche Lösungsansätze und Ziele
  • Forderungen an die Standesvertretung und die Politik
  • Informationen über Veranstaltungen und Termine
  • Fachliche Informationen rund um das Thema Mutterkuhhaltung
  • Informationen für interessierte Konsumenten