Erde & Saat Wintertagung 2020

Biobauern diskutierten über klimafitte Landwirtschaft

 

Das Klima verändert sich, und mit ihm die Anforderungen innerhalb der Landwirtschaft. Wie können sich Biolandwirte an die geänderten Bedingungen anpassen und was muss dabei beachtet werden? Diese Fragen stellten sich über 140 Biobäuerinnen und Biobauern bei zwei Tagungen des Bioverbandes Erde & Saat in St. Pölten und St. Marien.

 

 

Der achtsame Umgang mit unserer Natur ist ein zentraler Aspekt einer nachhaltigen Landwirtschaft. Umso wichtiger ist es, bereits erste Anzeichen einer Veränderung zu erkennen, um adäquat darauf reagieren zu können. Zeigerpflanzen sind dabei ein wichtiger Indikator, der eine Früherkennung von Veränderungen im Boden ermöglicht. Der Vortragende Christoph Ableidinger von der Bio Forschung Austria zu diesem Thema: „Wir müssen die Aussagen der Pflanzen nutzen, um die richtigen Maßnahmen setzen zu können.“ Mit der richtigen Einordnung der Zeigerpflanzen lassen sich bereits in einem sehr frühen Stadium Maßnahmen ergreifen, die der Bodengesundheit förderlich sind.

 

Darauf aufbauend setzte der Bioberater Manuel Böhm fort und präsentierte Möglichkeiten einer klimafitten Fruchtfolge. Dabei ging es in erster Linie um eine schonende Bodenbewirtschaftung, die es ermöglicht, auch extreme Wetterperioden zu überdauern. Böhm dazu: „Die richtige Fruchtfolge sowie passende Untersaaten und Zwischenfrüchte sind die Basis für einen gelingenden Humusaufbau unserer Böden der auch extremen Wettersituationen standhält!“ Ein gesunder Boden ist widerstandsfähig und kann somit auch mit veränderten Umweltbedingungen viel besser umgehen.

 

Die anwesenden Biobauern brachten viele Erfahrungsberichte in die Diskussionen ein und so entstand ein lebhafter Austausch, bei dem jeder Landwirt etwas Passendes für seinen Betrieb mit nachhause nehmen konnte.


Die Referenten:
Christoph Ableidinger arbeitet seit Jahren für die Bioforschung Austria und ist als sogenannter Bionaut tätig. Bionauten sind Menschen, die die unleugbaren Vorteile biologischer Landwirtschaft nicht nur wissenschaftlich untermauern,  sondern dieses Wissen auch einer möglichst breiten Öffentlichkeit nahebringen wollen. Wer Beikräuter bzw. Unkräuter regulieren will, sollte sich mit ihnen befassen und sie verstehen lernen.  Damit können die Beikräuter als Zeigerpflanzen genutzt werden (Bodenuntersuchung für „intelligente Faule”) und passende Strategien zur Regulierung finden. Nutzen wir die Aussagen der Pflanzen, um die richtigen pflanzenbautechnischen Maßnahmen setzen zu können.

Handout Ableidinger
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Für detailliertere Informationen bitte direkt mit Christoph Ableidinger Kontakt aufnehmen. Er ist unter c.ableidinger@bioforschung.at erreichbar.

 

 

Manuel Böhm arbeitet seit einigen Jahren als selbstständiger Bioberater in ganz Österreich. Er konnte schon viel Erfahrungen und Wissen aus der Praxis zusammentragen. Aufgrund der vielen Wetterextreme braucht die Landwirtschaft unter anderem Änderungen in der Fruchtfolgegestaltung sowie einen gezielten Anbau von Zwischenfrüchten.
Manuel kennt viele Tipps, wie man den Boden so schonend bewirtschaftet, dass auch extreme Wetterperioden überdauert werden können. Zusätzlich ist er Experte im Bereich Fruchtfolge, Untersaaten und Zwischenfrüchte, die die Basis für den Humusaufbau unserer Böden sind.

Handout Böhm
Handout klimafitte Fruchtfolge_Böhm Manu
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Für detailliertere Informationen bitte direkt mit Manuel Böhm Kontakt aufnehmen. Er ist unter manuel.boehm111@gmail.com erreichbar.